Es ist Ihnen bestimmt schon aufgefallen, dass moderne Büroeinrichtung mehr und mehr an Ecken und Kanten verliert. Stattdessen dominieren in zeitgemäßen Büros fließende Formen, Wölbungen und abgerundete Verläufe. Das ergonomische Büro feiert Hochkonjunktur. Bleibt die Frage, ob man die wichtigsten Merkmale ergonomischer Büroeinrichtung auch in eine Formel packen kann? Ich denke ja.

Ergonomie im Bürodesign – Die Grundlagen

Ein ergonomisches Büro folgt einigen einfachen Grundsätzen. Oberste Priorität hat hier eine gesunde Sitz- und Arbeitshaltung. Sie wird durch Arbeitsmöbel sichergestellt, die sich der Körperform des Nutzers optimal anpassen. Im Idealfall sind die Möbelstücke sogar multifunktional und lassen sich je nach Situation individuell ausrichten. Dabei sollte eine klare Raumstruktur aber niemals fehlen. Definieren Sie deshalb vorab einzelne Arbeitsbereiche durch intelligente Raumaufteilung.

Ebenfalls wichtig ist in punkto Ergonomie am Arbeitsplatz ein platzsparendes Design. Klobige Möbel, die Büroflächen unnötig zustellen, nehmen dem Raum seine Ruhe. Dadurch fühlt man sich beim Arbeiten häufig eingeengt. Der freie Fluss von Ideen und Inspiration wird durch sperriges Mobiliar nur allzu gerne ebenfalls gehemmt. Wichtig sind daher kompakte Lösungen für das Bürodesign. Das können zum Beispiel Sitzhocker mit integriertem Stauraum sein oder platzsparende Arbeitslaptops statt massiver PC-Rechner.

Ergonomie im Büro hat also nicht nur etwas mit einer gesunden Sitzhaltung, sondern auch mit einem gesunden Geist zu tun. Ein ergonomisches Bürodesign sollte demnach ebenso eine ansprechende Wohlfühlatmosphäre für alle Bürokräfte schaffen, motivieren und die Kreativität wecken. Auch helle Farben, viel Licht und Grünpflanzen zur Verbesserung des Raumklimas können zu diesem Konzept durchaus ihren Teil beitragen.

Ergonomische Sitzmöbel und Schreibtische

Ein gesunder Schreibtischstuhl muss heutzutage mehr können als nur gut aussehen. Inzwischen zum Standard geworden sind beispielsweise leicht geschwungene Rückenlehnen, die sich perfekt an den Verlauf der Wirbelsäule anpassen. Gerne besitzen die Bürostühle auch eine dynamische Sitzschale, die sich beim Zurücklehnen mit nach hinten bewegt. Insgesamt sollte ein rundum ergonomischer Bürostuhl idealerweise folgende Merkmale aufweisen:

  • ergonomische und gepolsterte Rückenlehne
  • bewegliche Sitzschalte mit Polster
  • Armlehnen zur Auflage der Unterarme in Ruhe
  • höhenverstellbarer Standfuß
  • Rollaufsätze für dynamische Stuhlbewegung

Je nachdem, welcher Tätigkeit man im Büro genau nachgeht, bieten sich unter Umständen auch weitere Sitzlösungen an. Es gibt zum Beispiel Stehhocker, die eine erhöhte Sitzposition beim Arbeiten am Service Desk ermöglichen. Die multifunktionale Variante wäre hier ein Sitz-Steh-Hocker. Bei ihm kann man die Rückenlehne in eine erhöhte Sitzfläche umfunktionieren. Das ist gerade für Designer und Grafiker, die an Arbeitsflächen mit unterschiedlichen Tischhöhen arbeiten sehr interessant.

Was den Büroschreibtisch angeht, tendieren Hersteller ebenfalls immer öfter zu einem stromlinienförmigen Design. Abgerundete Ecken beugen hier nicht nur dem berühmt berüchtigten Anrempeln der Außenkante vor. Ebenso fügt sich ein Schreibtisch mit rundlicher Passform besser in ein ergonomisches Design, das auf fließende Formen ausgelegt ist. Viele Büromöbelhersteller versehen ihre Tische mittlerweile auch höhenverstellbare Beine zur besseren Anpassung der Sitzhaltung. Besonders platzsparend sind darüber hinaus Funktionstische, in denen Ablagen und Stauraum für Dokumente und Bürobedarf gleich mit integriert sind.

Bürobedarf – was ist ergonomisch?

Es gibt deutlich mehr ergonomische Arbeitsmittel für das Büro als einen schwenkbaren Bildschirm. Da wäre zum Beispiel die ergonomische PC-Maus. Sie hat in der Regel eine etwas erhöhte Oberflächenwölbung, wodurch die Hand beim Klicken passgenau aufliegt. Eine höhenverstellbare Tastatur kann gesundheitlich ebenfalls von Nutzen sein. Ist das Keyboard nämlich leicht schräg aufgestellt, kann man die Handballen während dem Tippen bequem auf dem Tastaturbett ablegen. Das Risiko verkrampfter Handpositionen wird hierdurch nachhaltig reduziert.

Für die Arbeit mit Dokumenten empfehlen sich weiterhin intelligente Ablagesysteme. Ein Dokumenthalter neben dem Bildschirm macht hier das Abtippen von Informationen aus Printvorlagen einfacher und schont Halswirbel und Nacken. Ordner-Drehsäulen und Rollcontainer, die sich einfach unter dem Tisch parken lassen, sparen außerdem Platz und strukturieren den Raum.